17. – 18. Juni „Auf nach Büchel“ zur Aktionswoche der IPPNW

Liebe Friedensfreunde, liebe Friedensfreundinnen, 

In Büchel sind die letzten bekannten US-Atombomben auf deutschem Boden gelagert. Die Bundeswehr wird sie im Kriegsfall mit ihren Tornados ins Ziel transportieren und abwerfen.

Bereits im Juli 1995 werden in einem Gutachten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag die Drohung mit und der Einsatz von Atomwaffen als völkerrechtswidrig ausgewiesen.

Trotzdem heißt es im Strategisches Konzept der NATO von 2010 „Die NATO wird ein nukleares Bündnis bleiben. Das nukleare Abschreckungsdispositiv der NATO beruht zum Teil auf auch vorwärts-dislozierten Kernwaffen der USA in Europa und auf Fähigkeiten und Infrastruktur, die von den betreffenden Bündnispartnern bereitgestellt werden.„ Der Ersteinsatz von Atomwaffen ist Bestandteil der NATO-Doktrin. Damit verstößt die Bundesregierung gegen das Völkerrecht, aber auch gegen den Atomwaffensperrvertrag sowie den Atomwaffenverbotsvertrag, der 2017 von der UNO beschlossen wurde. Des Weiteren verstößt die Bundesregierung gegen den Beschluss des Bundestages von 2010, mit dem Ziel des Abzuges aller Atomwaffen aus Deutschland. Die neue Bundesregierung lehnt ein atomwaffenfreies Deutschland ab.

Dies vor dem Hintergrund, dass weltweit atomar modernisiert und aufgerüstet werden soll. Alleine die USA haben unter Obama beschlossen, hierfür 1.000 Mrd. US-$ zu investieren. Die atomare Kriegsgefahr wird von Experten als so hoch wie seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr eingeschätzt. 

Aus diesem Grund unterstützen wir die Proteste und Aktionen der IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges) vor den Toren des Atomwaffenlagers in Büchel. An dem Ziel einer atomwaffenfreien Welt geht kein Weg vorbei, doch das muss von uns durchgesetzt werden. 

Wir rufen dazu auf, gemeinsam von Stuttgart nach Büchel zu fahren, und bitten darum, die Mail über eigene Verteiler weiterzuleiten. 

17. – 18. Juni „Auf nach Büchel“ zur Aktionswoche der IPPNW

  • Anmeldung zur gemeinsamen Fahrt über kontakt@friedenstreff-nord.de (siehe auch Kontakt)
  • Gemeinsame Anfahrt mit PKW, die Benzinkosten werden aufgeteilt
  • Bitte gebt bei der Anmeldung an, ob ihr ein Fahrzeug habt.
  • Übernachtung wurde kostengünstig in einer nahegelegenen Tagungsstätte organisiert
  • Abfahrt am Sonntag, den 17. Juni 18 um 9.00 Uhr
  • Allgemeine Infos zur Aktionswoche:

https://www.ippnw.de/aktiv-werden/termine/ippnw-aktionswoche-in-buechel.html

  • Weitere Infos gibt es nach der Anmeldung

Einladung zur Feuerbacher Kulturnacht

LIVEKONZERT „DIE MARBACHER“
Die MARBACHER präsentieren alte und neue Friedenslieder: Deutsche und internationale Folkmusik, ein buntes und kurzweiliges Programm mit handgemachter Musik. Auftritte um 18.45 und 22:00 Uhr.

Weitere Programmpunkte:
Kurzfilme zum Atomwaffenverbotsvertrag, Informationen zu Aufrüstung und Waffenexporten, Friedensgedichte, Friedenstauben basteln für Kinder, Getränke und kleine Snacks, …

Einfach mal vorbeischauen!
Es würde uns freuen, Sie bei der Kulturnacht begrüßen zu dürfen. Selbstverständlich kostenfrei!

Samstag, 14. April 2018 
18:00 – 21:30 Uhr in der „Kita 49“
Stuttgarter Straße 49, (U6, U13, Haltestelle Wilhelm-
Geiger-Platz, ca. fünf Gehminuten bis zur Kita 49)

UNO – ATOMWAFFENVERBOTSVERTRAG RATIFIZIEREN!
STUTTGART DARF NICHT ZUR ZIELSCHEIBE WERDEN!
Seit Januar 2018 steht die sogenannte Doomsday Clock auf 2 Minuten vor zwölf.
Die Gefahr eines Atomkrieges ist so groß wie seit dem zweiten Weltkrieg nicht
mehr. Zahlreiche kriegerische Konflikte und ein neues Wettrüsten von USA,
Russland, den NATO-Staaten, aber auch vieler Staaten weltweit lassen einen
Atomkrieg immer wahrscheinlicher werden.
Deutschland spielt innerhalb der NATO mit einer aktiven nuklearen Teilhabe eine Schlüsselrolle. Die Bundesregierung muss dem Verbotsvertrag von Atomwaffen beitreten und den Abzug der Atomwaffen aus Büchel auf den Weg bringen. Sie muss sich endlich von der Abschreckung und der gefährlichen Eskalationspolitik lösen. Nur so kann sie glaubwürdig für Abrüstung und Deeskalation eintreten. Die USA haben aus militärischer Sicht die Welt in sechs Einflussgebiete aufgeteilt.
Zwei der Kommandozentralen sind in Stuttgart. Das Africom ist zuständig für Afrika. Im Eucom werden alle Manöver der USA und der NATO, aber auch Kriegseinsätze in Europa, das für die USA bis an die russisch-nordkoreanische Grenze geht, geplant und gesteuert. Dies schließt den Einsatz von Atomwaffen ein. Im Kriegsfall wäre Stuttgart erstrangiges Ziel eines militärischen Gegenschlags. Jegliches Leben in Stuttgart würde vernichtet werden.
Wir fordern die Schließung von Eucom und Africom, insbesondere dass die
Landesregierung und der Stuttgarter Gemeinderat in dieser Sache aktiv werden.
Die Stadt Stuttgart hat sich den Internationalen Bürgermeistern für den Frieden
angeschlossen. Hier gilt es, den Absichtserklärungen Taten folgen zu lassen.
Die Große Koalition plant eine deutliche Erhöhung des Rüstungsetats mit dem Ziel diesen gegenüber heute von 38,5 auf 65 Mrd. Euro annähernd zu verdoppeln. Wir vom Friedenstreff Nord fordern stattdessen eine umfassende Abrüstung, um die zahlreichen sozialen Aufgaben bewältigen zu können.

Aufruf zu den Protesten gegen die Münchner Sicherheitskonferenz

Während im Februar in München die 54. Konferenz unter dem Titel „Sicherheit“ stattfindet,

  • stehen sich aufgrund der vorgerückten NATO-Truppen an der russischen Grenze die größten Militärmächte der Welt gegenüber,
  • droht der Konflikt zwischen Nordkorea und den USA zu einem Atomkrieg zu eskalieren,
  • beteiligen sich die NATO-Staaten und ihre Bündnispartner an der Zerstörung der Lebensgrundlagen von Millionen von Menschen und zwingen sie damit zur Flucht, beispielsweise in den kurdischen Gebieten, im Jemen und in Afghanistan,
  • leiden weltweit 815 Millionen Menschen unter chronischem Hunger. Alle zehn Sekunden stirbt ein Kind unter fünf Jahren an

Wir unterstützen den Aufruf zu den Protesten gegen die Münchner Sicherheitskonferenz.

Und wir fahren am 17.2. gemeinsam mit dem Zug nach München mit dem Wochenendticket. Wir treffen uns um 8:30 Uhr im Bahnhof Stuttgart vor Nordsee.

Flyer

Protest gegen die Militär- und Rüstungsmesse ITEC 2018 geht weiter

Ohne Rüstung Leben hat als erste Organisation bereits im Sommer 2017 gegen die geplante Waffentechnik- und Militärmesse ITEC 2018 auf der Landesmesse in Stuttgart protestiert. Inzwischen schließen sich immer mehr Stimmen aus Politik und Gesellschaft unserem Protest an. Ein breites Bündnis plant neue Aktionen und beginnt mit einer Kundgebung vor dem Stuttgarter Rathaus.

Lesen Sie hier auf der Seite von Ohne Rüstung Leben weiter.

Volkstrauertag 19.11.2017

Am 19.11.2017 am Volkstrauertag veranstaltete der Friedenstreff Stuttgart Nord wieder ein Gedenken.  Das erste Gedenken am Volkstrauertag  an dieser Stelle jährte sich nun zum 70sten Mal.  

Und wir hatten wieder allen Grund, uns hier zu versammeln und zu gedenken, denn wir leben in Zeiten, in denen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus sich ausbreiten und erschreckend viel Nährboden finden. Auch 2017 sind tausende Menschen auf der Flucht vor Krieg und Diktaturen. Und gleichzeitig verdienen deutsche Unternehmen an der Lieferung von Waffen und Kriegsgerät in Nicht-Nato-Staaten.

Das Vermächtnis derer, an die wir heute denken, ist angesichts dieser Entwicklung aus dem Vergangenen zu lernen statt zu vergessen, sich einzumischen statt still zu halten. Im Friedenstreff Nord haben wir uns zusammengeschlossen, um genau das zu tun.

 

 

Die Gedenkrede hielt Gerhard Dürr ehemaliger SPD-Stadtrat für den VVN-BdA.

 

 

Danach verlas für den Friedenstreff Stuttgart Nord Johannes Krohn die Rede von Heinz Wienand, der nicht selbst teilnehmen konnte.

Vor unserer Veranstaltung findet gewöhnlich die des Bezirks Feuerbach statt. Und viele Jahre kamen die Menschen leider nicht zu unserer Veranstaltung. Dieses Jahr war das anders. Danach gab es noch gute Gespräche.

Rede von Heinz Wienand Volkstrauertag 2017

Friedenspolitische Kulturveranstaltung

Wenn man die Großkopfeten reden hört, führen’s den Krieg nur aus Gottesfurcht und für alles, was gut und schön ist. Aber wenn man genauer hinsieht, sind’s nicht so blöd, sondern führ’n die Kriege für Gewinn.

Bertolt Brecht (1898-1956)

Kriege brechen nicht aus – Kriege werden gemacht!

In den letzten Jahren hörten wir von der Bundesregierung und vom Bundespräsidenten Gauck immer öfter, dass Deutschland militärisch weltweit „Verantwortung“ übernehmen müsse – scheinbar zur Friedenssicherung. Im Kleingedruckten steht, um was es wirklich geht: Aufrechterhaltung des freien Welthandels sowie des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt und Eindämmung von Flüchtlingsbewegungen. Im Wesentlichen bestimmen also Wirtschaftsinteressen die deutsche Außen– und Militärpolitik. Dafür verkündet Ursula von der Leyen eine massive Aufrüstungswelle: 130 Mrd. Euro für neue Waffen bis 2030, eine annähernde Verdoppelung des Rüstungshaushaltes auf jährlich ca. 70 Mrd. Euro in den nächsten 10 Jahren und eine Erhöhung der Truppenstärke. Momentan ist die Bundeswehr an 16 Einsätzen beteiligt und verlegt aktuell mehrere hundert Soldaten nach Litauen, an der Grenze zu Russland. Wie wir alle wissen, haben die Kriege des „Westens“ und der NATO die Welt nicht sicherer gemacht: Afghanistan, Irak, Libyen, aber auch Syrien sind im Chaos versunken. Die Konfrontation mit Russland hat zu einem neuen „Kalten Krieg“ geführt. Umfangreiche Rüstungsexporte aus Deutschland tragen ihren Teil zum tödlichen Geschäft bei.

Für ein friedliches Miteinander und eine gerechte Welt für ALLE!

Wir treten ein für eine solidarische Gesellschaft, in der nicht die wirtschaftlich mächtigen Staaten die schwachen ausbeuten. Frieden ist nur in einer gerechten Welt möglich. Anstatt Milliarden Euro in die Rüstungskonzerne zu stecken, fordern wir Investitionen in das Gesundheitssystem, in die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, in ein auskömmliches Sozialsystem und in ein Bildungssystem, das seinen Namen verdient.

Sprechen Sie mit uns auf unserer Friedenspolitischen Kulturveranstaltung im Rahmen der Feuerbacher Kulturnacht.