Die Studie untersucht die Entwicklung der Presse- und Meinungsfreiheit in Deutschland insbesondere seit der 2022 ausgerufenen „Zeitenwende“. Sie analysiert, wie Medien in die Legitimation von Aufrüstung und Kriegspolitik eingebunden werden und kritische, insbesondere antimilitaristische Positionen Repressionen ausgesetzt werden. Diese Entwicklungen werden mithilfe klassischer Studien und Fallbeispiele als historisch nicht neue Erscheinung eingeordnet. Neben ökonomischen Abhängigkeiten und strukturellen Verflechtungen zwischen Medien, Politik und Wirtschaft dokumentiert die Studie auch direkte staatliche Eingriffe im Bereich journalistischer Arbeit. Am Beispiel der aktuellen Sanktionierung des Journalisten Hüseyin Doğru wird gezeigt, wie kritische Medienschaffende unter Druck geraten und der Vorwurf der „Desinformation“ zur Delegitimierung journalistischer Arbeit genutzt wird. Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass sich im Zuge der Militarisierung eine Einschränkung der Pressefreiheit beobachten lässt, die zunehmend auch direkte Repressionen umfasst.
