Die 11. Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags (NVV) ist in New York erneut ohne gemeinsames Abschlussdokument zu Ende gegangen. Wie schon 2015 und 2022 scheiterten die Vertragsstaaten daran, sich auf konkrete Schritte zur nuklearen Abrüstung zu einigen. Die stärksten Blockierer: Alle fünf Atomwaffenstaaten und ihre Verbündeten.
Bis zuletzt wurde über den Entwurf eines Abschlussdokuments verhandelt. Nach stundenlangen Konsultationen erklärte der Präsident der Konferenz am Abend des letzten Sitzungstags schließlich, dass kein Konsens erreichbar sei und der Entwurf deshalb nicht zur Abstimmung gestellt werde.
Das Scheitern der Konferenz spiegelt die zunehmende Krise des internationalen Abrüstungsregimes wider. Während in New York über Abrüstung verhandelt wurde, testeten Russland und die USA atomwaffenfähige Raketen und Belarus übte den Einsatz von Atomwaffen. Gleichzeitig modernisieren nahezu alle Atomwaffenstaaten ihre Arsenale und bauen die Rolle nuklearer Abschreckung in ihren Militärstrategien weiter aus.
Viele Staaten machten während der Konferenz deutlich, dass die katastrophalen humanitären Folgen eines Atomwaffeneinsatzes stärker in den Mittelpunkt rücken müssen. Sie betonten, dass kein Staat und keine internationale Organisation angemessen auf die Folgen eines Atomkriegs reagieren könnte und dass die einzige wirksame Prävention die vollständige Abschaffung von Atomwaffen bleibt.
