China im Visier von USA, NATO und EU!

22. Oktober 2020, 19:00 Uhr
Clara-Zetkin-Haus, Waldheim Stuttgart e.V., Gorch-Fock-Str. 26, Stuttgart

„Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“ schrieb der preußische General Carl von Clausewitz 1832. Betrachtet man vor diesem Hinter- grund die aggressive Politik des Westens aus Unterstellungen, Dämonisierung und Wirtschaftssanktionen gegen Russland und China, lässt sich nichts Gutes erwarten. Die frühere Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hierzu 2019 auf der Münchner Sicherheitskonferenz: „Das herausstechende Merkmal der neuen Sicherheitslage“ sei „die Wiederkehr der Konkurrenz großer Mächte“.

In China entwickelt sich die Wirtschaft in einem Tempo, von dem der Westen nur träumen kann, 900 Millionen Chines*innen wurden aus der Armut geholt. China baut seine Handelsbeziehungen in alle Welt aus, z.B. mit dem Infrastrukturprojekt „Neue Seidenstraße“. Dies sehen europäische und US-amerikanische Kapitalver- bände als Bedrohung ihrer Vormachtstellung an und diese gilt es notfalls auch mit militärischen Mitteln zu verteidigen. So schickten die USA im Juli dieses Jahres zur Machtdemonstration 2 Flugzeugträgerverbände ins Südchinesische Meer und im Bundesverteidigungsministerium gab es im November 2019 die Überlegung eine Fregatte dorthin zu entsenden. Seit 2020 wollen die USA und die NATO jährlich zwei Großmanöver durchführen, Defender Europe vor der Haustüre Russlands und Defender Pacific vor der Haustüre Chinas. Es zeichnet sich also ab, dass China neben Russland in den nächsten Jahren immer mehr ins Fadenkreuz genommen wird.

Um mehr über das Selbstverständnis und die Entwicklungen in der Volksrepublik China und über die außenpolitischen Planungen zu erfahren, haben wir Klaus Mausner vom Friedenstreff Cannstatt eingeladen, der sich auf das im März 2020 herausgekommene Buch „Das chinesische Jahrhundert“ von Wolfram Elsner beziehen wird. W. Elsner ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Uni Bremen und hat eine Gastprofessur in Changchun in China.

Aufgrund der Begrenzung der Personenzahl bitten wir um vorherige Anmeldung (kontakt@friedenstreff-nord.de). Bitte Mund-Nasen-Schutz mitbringen.