Kuba: USA drohen mit Seeblockade. Verteidigungsvorbereitungen laufen
Washington zielt mit neuen, völkerrechtswidrigen Maßnahmen auf eine vollständige Strangulation der kubanischen Wirtschaft ab. Wie das US-Portal Politico Ende vergangener Woche enthüllte, plant das Weiße Haus eine vollständige Seeblockade, um die karibische Insel von lebenswichtigen Ölimporten abzuschneiden. »Kuba wird sehr bald scheitern«, erklärte Präsident Donald Trump am Dienstag vor der Presse in Iowa und verwies auf den Wegfall venezolanischer Öllieferungen. Er sei zuversichtlich, dass der zusätzliche Druck zu dem von Washington angestrebten Regimewechsel führen werde.
In Havanna lösten Trumps Drohungen scharfe Reaktionen aus. Präsident Miguel Díaz-Canel warf den USA vor, Menschenleben zu einem bloßen Geschäft zu machen und Kuba für seine souveränen politischen Entscheidungen anzugreifen. Außenminister Bruno Rodríguez sprach von einem »kriminellen und unkontrollierten Hegemon«, der das Recht Kubas auf freie Handelsbeziehungen missachte und wirtschaftliche Erpressung betreibe. Vizeaußenminister Carlos Fernández de Cossío bezeichnete die Pläne als »brutalen Angriff auf ein friedliches Volk« und als klaren Verstoß gegen Völker- und Seerecht. Trumps Aussagen bestätigten, dass Kubas Energiekrise das kalkulierte Ergebnis des seit über sechs Jahrzehnten geführten US-Wirtschaftskriegs ist.
