Flaggentag

8. Juli 2026, 18:00 Uhr
Stuttgarter Marktplatz, Stuttgart

Für die weltweite Abschaffung von Atomwaffen!

Für eine Welt des Friedens und der Abrüstung, für zivile Konfliktlösungen!

Vor 30 Jahren, am 8. Juli 1996 stellte der Internationale Gerichtshof in Den Haag fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen. Zudem stellte der Gerichtshof fest, dass eine völkerrechtliche Verpflichtung besteht, „in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen.“

Um daran zu erinnern und nukleare Abrüstung einzufordern, werden an rund 500 Rathäusern in Deutschland von den „Bürgermeistern für den Frieden“ die Mayors for Peace – Flaggen gehisst.

Atomkriegsgefahr nimmt weiterhin zu!

In Folge des Krieges in der Ukraine und der sich seitdem permanent zuspitzenden Konfrontation zwischen den Nuklearmächten Russland und der NATO hat sich die Gefahr eines Atomkrieges in Europa erhöht. Aber auch der Krieg des Atomwaffenstaates Israel mit zahlreichen Staaten und Nachbarregionen zeigt, wie nahe die Menschheit vor einem atomaren Flächenbrand steht.

Lt. dem aktuellen ICAN-Bericht gaben die Atomwaffenstaaten im vergangenen Jahr 119 Milliarden US-Dollar für nukleare Aufrüstung aus, was einer Steigerung von fast 20% entspricht. Tausende Atomraketen sind in ständiger Einsatzbereitschaft, die Vorwarnzeiten werden immer kürzer, womit zudem die Gefahr für einen Atomkrieg „aus Versehen“ immer größer wird.

Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnen!

Auch in diesem Jahr steht der im Januar 2021 in Kraft getretene Atomwaffenverbotsvertrag im Fokus des Flaggentages. Die Atommächte haben den Vertrag nicht unterzeichnet, und auch Deutschland ist dem Verbotsvertrag bislang nicht beigetreten. Weltweit appellieren die Mayors for Peace daher an die Staaten, den Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen.

  1. Juli, 18.00 – 19.00 Uhr Marktplatz, vor dem Stuttgarter Rathaus!

Die Stadt Stuttgart wird dieses Jahr nicht mehr die traditionelle gemeinsame Veranstaltung vor dem Stuttgarter Rathaus durchführen. Die Stuttgarter Friedensbewegung hat sich entschieden, die wichtige Gedenkveranstaltung trotzdem durchzuführen.

 

Mit Beiträgen von:

  • Paul Schobel, katholischer Betriebsseelsorger
  • Jörg Schmid, IPPNW (Internationale Ärzt:innen für die Verhütung des Atomkrieges)
  • Willi Bergmann, Friedenstreff Stuttgart-Nord
  • Johanna Tiarks, Fraktionsvorsitzende Die Linke SÖS Plus, Gemeinderat Stuttgart

 

Moderation:

  • Susanne Bödecker, DFG-VK Stuttgart

 

Musikalische Begleitung:

  • Friedenslieder mit der Gruppe Kokokoli

Stuttgarter Friedensbewegung für eine friedliche Zukunft!

Die Stadt Stuttgart hat 2020 den ICAN-Städteappell unterschrieben und damit die Bundesregierung aufgefordert, dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten. Wir unterstützen dies und fordern darüber hinaus die Kündigung der deutschen „Nuklearen Teilhabe“, die Rücknahme der Bestellung von 35 atomwaffenfähigen Kampfbombern in den USA für 10 Mrd. Euro und den ersatzlosen Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland.