Ihr Protest fällt auf ein besonderes Datum: Am 81. Jahrestag des Weltkriegsendes haben Jugendliche gegen eine Wehrpflicht demonstriert. Die könnte kommen, wenn sich nicht genug Freiwillige finden. Die Bundesregierung ist aber zuversichtlich.
Unter dem Motto „Schulstreik gegen die Wehrpflicht“ haben Jugendliche in Dutzenden Städten gegen eine mögliche Rückkehr zur Wehrpflicht und eine verpflichtende Musterung demonstriert.
In Hamburg etwa nannte die Polizei eine Teilnehmerzahl von 2.300, die Veranstalter von 6.000. In Berlin sprach die Polizei von 1.200 Teilnehmenden, die Veranstalter von 5.000. Dort zog die Kundgebung vom Brandenburger Tor zur CDU-Zentrale. Auf Plakaten war unter anderem zu lesen: „Bildung statt Bomben“.
Protest am Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus
Der Protest fällt auf ein historisch bedeutsames Datum: Am 8. Mai wird an das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung vom Nationalsozialismus vor 81 Jahren erinnert. Viele Schüler sehen – wie etwa die Veranstalter in Cottbus betonten – die aktuelle Militarisierungsdebatte als falsches Signal und nutzten den Gedenktag als Bühne für ihren Protest.
