Greenpeace Meinung 17.02.26: Münchner Sicherheitskonferenz: Klimaschutz fehlt

Die Münchner Sicherheitskonferenz hatte einen blinden Fleck: Klimaschutz. Der muss mit ins Zentrum der Debatte. Denn ohne Klimaschutz gibt es keine Sicherheit.

Es war der wohl verstörendste Moment dieser Münchner Sicherheitskonferenz (MSC). Als US-Außenminister Marco Rubio am Rednerpult stand, die internationale Klimapolitik als ideologischen Ballast abtat und das Ende des „Klima-Diktats“ verkündete, herrschte im Saal Stille. Die versammelte Elite der westlichen Sicherheitspolitik – Staatschefs, Diplomaten, Rüstungslobbyisten ließ Rubio mit seiner Aussage alleine und ohne Applaus stehen. Noch am Tag zuvor, hatte Friedrich Merz mit neuem Selbstbewusstsein auch den Klimaschutz der EU verteidigt, zumindest ein wenig. 

Trotzdem war die MSC eine Enttäuschung, denn anders als noch vor vier Jahren nimmt in diesem Jahr die Klimakrise mit ihren verheerenden Auswirkungen keine prominente Rolle bei den Diskussionen um die globalen Sicherheitsrisiken ein. Noch wichtiger, als Rubio den Applaus zu verweigern, wäre es gewesen, ihm offen zu widersprechen. Doch dazu fehlte den Anwesenden wohl der Mut.

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