Völkerrechtswidriges US-Energieembargo gegen Kuba löst humanitäre Krise aus. Flugverkehr eingeschränkt
Die USA schließen die sozialistische Republik Kuba einseitig und ohne jede rechtliche Grundlage seit Wochen von der Treibstoffversorgung aus. Damit hat die Regierung in Washington auf der Karibikinsel eine humanitäre Krise mit noch nicht absehbaren Folgen ausgelöst. Die kanadische Fluglinie Air Canada hat am Montag angekündigt, wegen des akuten Kerosinmangels auf Kuba die Flüge dorthin auszusetzen. Ab Dienstag sei an den kubanischen Flughäfen voraussichtlich kein Flugbenzin mehr erhältlich. France24 und andere Medien meldeten, die kubanische Regierung habe angegeben, bis zum 11. März kein Flugbenzin zur Verfügung zu haben. Die spanische Air Europa teilte mit, auf der Strecke Madrid–Havanna zum Auftanken in der Dominikanischen Republik zwischenzulanden.
»Niemand kann die Situation ignorieren, die die Kubaner derzeit aufgrund der von den Vereinigten Staaten verhängten Sanktionen erleiden – Sanktionen, die sich in sehr ungerechter Weise gegen alle Länder richten, die Öl nach Kuba liefern«, erklärte die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum am Montag auf einer Pressekonferenz. Ihr Land habe die Lieferungen einstellen müssen, da die USA als Reaktion auf diesen Handel mit hohen Zöllen gedroht hätten, erklärte die linke Präsidentin. Mexiko werde ungeachtet dessen weiter Lebensmittel und andere Hilfsgüter nach Kuba senden; zuletzt gelangten am Sonntag rund 800 Tonnen auf die Insel.
